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Es gibt einige ungewöhnliche Designs, die auf Kreisen basieren, wie z.B. Stulpen in dieser Art, auf die ich in Utes Blog stieß, oder die Mütze "Circle & Square". Erstere hatte ich sogar schon einmal halbherzig angenadelt, war aber mit dem Kreisanfang nicht zufrieden. Nun mit etwas Garnresten erneut ausprobiert, und so passt es für mich: Je 2 Maschen auf oberer und unterer Nadel per "Magic Cast On" anschlagen (4 M.) 1. Runde: alle Maschen symmetrisch verdoppeln, dabei auf 4 Nadeln eines Nadelspiels verteilen (4x2 = 8 M.) 2. Runde: glatt rechts 3. Runde: 1 re., 1 links geneigte angehobene Zunahme aus dieser, 1 rechts geneigte angehobene Zunahme aus der nächsten Masche auf der linken Nadel, 1 re., für alle Nadeln wiederholen (4x4 = 16 M.) 4. Runde: glatt rechts 5. Runde: 1 re., 1 links geneigte angehobene Zunahme aus dieser, 1 rechts geneigte angehobene Zunahme aus der nächsten Masche auf der linken Nadel, 2 re., 1 links geneigte angehobene Zunahme aus dieser, 1 rechts geneigte angehobene Zunahme aus der nächsten Masche auf der linken Nadel, 1 re., für alle Nadeln wiederholen (4x8 = 32 M.) 6.-8. Runde: glatt rechts Ab jetzt jeweils paarweise Zunahmen wie in Runde 5 nach dem ersten Viertel und nach dem dritten Viertel der Maschen auf jeder Nadel, dann 3 Runden glatt rechts wie Runde 6-8. Genaugenommen ist das gar kein Kreis, sondern ein Achteck, aber für die allermeisten Anwendungsfälle scheint es mir so vollkommen ausreichend. Möchte man es noch runder, könnte man an doppelt so vielen (16) Stellen zunehmen, aber nur halb so oft (jede 8. Runde).
Was aber wichtig werden könnte: je nach Verhältnis von Maschenbreite zu Höhe ergibt sich keine komplett ebene Fläche, sondern der Kreis ist mehr oder weniger stark schüsselförmig (geometrisch genaugenommen kegelförmig, aber Gestricktes ist ja nicht steif wie z.B. Papier). Ich habe dasselbe Zunahmemuster benutzt wie beim Standard-Raglan, nämlich 16 Maschen alle 4 Reihen, was exakt dem Raglan-Rezept von 8 Maschen in jeder 2. Reihe entspricht. Komplett flach wird das nur dann, wenn die Maschen doppelt so breit wie hoch sind, das ist aber selten der Fall. In einem älteren Blogpost hatte ich mich ausführlicher damit beschäftigt. Hierfür will ich mir noch eine kleine Hilfstabelle machen, um die ideale Verteilung der Zunahmerunden schnell nachschlagen zu können. Update: Und noch ein paar Links, weil ich einige der Techniken selbst immer wieder nachschlagen muss. Judy's Magic Cast On (Schritt-für-Schritt-Anleitung, deutschsprachig) Symmetrische Zunahme (Video und deutscher Text) Angehobene Zunahme (Schritt-für-Schritt-Anleitung, deutschsprachig) Im Ravelry-Forum stieß ich außerdem noch auf den Tipp, etwas weiter außen im Kreis mit provisorischem Maschenanschlag zu beginnen und die Mitte später von außen nach innen mit Abnahmen zu stricken. Ob mich das optisch zufriedenstellen würde, weiß ich nicht, einfacher als die Fummelei mit den ersten 2 Runden ist es ziemlich sicher. Korrektur: Moment, diese Stulpen können es nicht gewesen sein. Da ist die Kreismitte ja gar nicht geschlossen, sondern formt die Öffnung für den Daumen. Entweder es war eine andere Anleitung, oder ich bringe alles komplett durcheinander.
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Im Ravelry-Forum, wo ich mich ja seit einiger Zeit recht viel herumtreibe, habe ich ein nettes Muster gefunden. Das ist die Anleitung (englischsprachig): https://newstitchaday.com/double-knit-fabric-stitch/ Es ergibt eine wundervoll voluminöse Textur. Auf der Vorderseite sind praktisch nur die rechten Hebemaschen sichtbar: Auf der Rückseite verlaufen Schlaufen wie von linken Maschen: Dabei hat es im Gegensatz zu glatt rechts nahezu keine Tendenz, sich an den Rändern einzurollen.
Ich könnte mir das recht gut für eine superwarme Winter-Kuscheljacke vorstellen, aus möglichst luftigem, dabei aber nicht allzu dickem Garn, damit das Kleidungsstück nicht gar zu schwer wird. Verkürzte Reihen klappen prima mit Wickelmaschen, wenn man auf Vorder- und Rückseite jeweils die Maschen zwischen den Hebemaschen, also die rechts gestrickten umwickelt. Ähnlich wie bei kraus rechts muss der Wickel dann gar nicht aufgenommen und mitgetrickt werden, er verschwindet quasi unsichtbar im Muster. Doppelte (also zwei direkt benachbarte) angehobene Zunahmen gehen auch, aber je nach Strickstück könnte ich mich da evtl. auch für eine andere Methode entscheiden. Die Ränder dürften gern ebenfalls voluminös sein. Seitlicher Icord über 2 Maschen und das im Englischen als "Double chain" oder "Chinese waitress bind off" bezeichnete passen gut. Icord-Abketten wäre eine Alternative, wenn die Kante mehr Festigkeit haben soll. Es ist geschafft. Vorläufig zumindest. Und ich halte es für so ziemlich den bestmöglichen Einsatz der blau-grün gesprenkelten, als Singlegarn sehr fluffig-weichen Chubut-BLF-Mischung. Der Kontrast in der Transparenz hätte für meinen Geschmack noch stärker sein können. Man erkennt ihn eigentlich nur im Gegenlicht so richtig deutlich, und es ist ja (leider? - auch noch mal eine Idee...) keine Gardine. Mit dem Farbkontrast bin ich soweit zufrieden. Die unterschiedliche Textur der Garne finde ich auch gut, sie könnte aber durch Materialwahl und Spinnweise noch stärker herausgearbeitet werden. Ebenfalls harmonisch finde ich das Zusammenspiel der Plastizität der verschiedenen Muster. Ob ich beim nächsten Mal mehr Chichi (Glitzer, eingesponnene oder eingestrickte Perlen o.ä.) wollen würde, möchte gut durchdacht sein. So recht verträgt sich das nicht mit meinem Bestreben, nach Möglichkeit auf Kunststoffe zu verzichten. Glitzer-Beilaufgarn gibt es immerhin aus einer viskoseähnlichen Kunstfaser plus Metall, aber das wird vermutlich auch farbig beschichtet sein, und womit ist in der Regel nicht in Erfahrung zu bringen. Für Rocailles gilt ähnliches. Echte Süßwasser-Zuchtperlen oder Halbedelsteine wie Peridot, Granat o.ä. könnten eine plastikfreie Alternative sein. Das Design (wie viele von Ute) finde ich insgesamt sehr gelungen, spannend und ungewöhnlich. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt sind die Ränder in den Bereichen mit den Wellenlinien. Bei den größeren (in der Anleitung Abschnitt 8 und 12) kommen über den mittleren Bereich nach meiner Zählung 58 Reihen zusammen, an den Seiten sind es dagegen nur 34, also nur etwas mehr als die Hälfte. Das führt dazu, dass sich entweder die Ränder zusammenziehen oder die Randmaschen furchtbar langgezogen werden müssen. Das würde ich definitiv anders machen wollen, sofern ich das Tuch noch einmal stricke. Evtl. die Wellenform bis in den Rand hinein durchziehen? Das erfordert natürlich einiges an Planung und möglichst auch Charts, aber die hatte ich mir ohnehin schon gemacht, weil ich eher visuell orientiert bin. Womit ich jedoch bei meiner Ausführung sehr hadere, ist definitiv die Größe. Die schmalere Variante ist für die Verwendung als Schultertuch/Stola, wie ich mir das vorgestellt hatte, ein bisschen zu schmal, vor allem aber viel zu lang. Optionen:
So ungefähr 1/4 der Schleiertanz-Anleitung hatte ich schon aus der Chubut-Wolle gestrickt und dann doch noch einmal das Ribbelmonster zur Hilfe gerufen. Im zweiten Anlauf habe ich die schmalere Variante gewählt, weil ich Sorge hatte, dass die dünnere Wolle knapp werden könnte. Ja, die Crux mit selbstgesponnenem Garn... Das erweist sich jetzt als gute Entscheidung. Die Hälfte der Wolle ging nämlich schon im Abschnitt 9 zu Ende, während die Anleitung die Mitte erst im Abschnitt 10 vorsieht (wie Nr. 6, den ich versehentlich aber auch schon mit zwei "Popcorn-Reihen" weniger gestrickt hatte). Was also tun? Abschnitte 10 (Popcorn-Maschen) und 11 (Perlmuster bzw. per Anleitung glatt rechts) überspringen hätte dazu geführt, das als nächste Musterabschnitte schon wieder die Wellenlinien gekommen wären, und mit Überspringen der Abschnitte 10-13, also den Wellenlinien als Mitte, wäre der Schal dann sehr, sehr kurz geworden. Ich habe mich dazu entschlossen, in der Mitte des Abschnitts 9 eine einzelne Doppelreihe Popcorn-Maschen einzuarbeiten, um den regelmäßigen Wechsel zwischen denen und den Wellenlinien zu erhalten. Der zweigeteilte Abschnitt 9 bleibt dabei insgesamt etwa so lang wie die anderen Perlmuster-Abschnitte. Allzu lang wird das Schaltuch nicht werden, aber ich stelle mir ohnehin vor, es eher als Schultertuch denn als Schal zu tragen, und schiele schon nach einer passenden Tuchspange. Ich handarbeite fast nie nach Anleitung. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich fast nur handgesponnene Wolle verarbeite und es nicht immer leicht ist, diese an ein für anderes Garn vorgesehene Strickanleitungen anzupassen und auch noch die benötigte Menge richtig einzuschätzen. Manchmal lade ich mir trotzdem eine Gratisanleitung herunter, und sei es nur zur Inspiration. Masche für Masche nachgestrickt habe ich meiner Erinnerung nach exakt eine einzige, und gekauft habe ich mir bis vor kurzem noch nie eine. Mir gefallen viele von Utes Entwürfen ohnehin sehr gut und ich stöbere öfter mal in ihrem Blog (ist das überhaupt schon in meiner Linkliste?), und dieses Schaltuch hatte es mir so angetan, dass ich es kaufen musste. Ganz besonders gefällt mir das Spiel mit den Kontrasten: Farbkontrast, Transparenz, unterschiedliche Garnstruktur, Plastizität. Ich doch mag eigentlich gar keine Schals, die nicht von vorne und hinten gleich aussehen? Egal, egal egal! Ich habe dann ein bisschen testgestrickt, um mich mit den Mustern vertraut zu machen. Benutzt habe ich dafür zwei Garne, die gerade in Griffweite lagen, und Bingo! Solche sollen es sein. Tja, ist das eigentlich Blasphemie oder gar Frevel, Strickmuster nach eigenem Gusto abzuwandeln? Ich habe durchaus schon Stimmen vernommen, die dieser Denkweise entstammen könnten. Ich bin in diesem Punkt eher egozentrisch und halte es mit dem oft im Ravelry-Forum zu lesenden Motto: "You are the boss of your knitting". Was ich mache, muss ja schließlich in erster Linie mir gefallen und nicht der Strickdesignerin. Gleich beim Teststricken habe ich also ein paar Sachen ausprobiert, die ich gern anders machen wollte:
Soweit zu den geplanten Modifikationen. Bei der Gesamtstruktur, also der Anordnung der Muster, wollte ich eigentlich schon gern der Anleitung folgen. Das hat auch im dreieckigen Teil funktioniert, da hatte ich die Maschenzahl als Kontrolle. Danach habe ich zu selten in die Anleitung geschaut und einfach vor mich hingestrickt. Nun wird's halt deutlich anders als das Original, und ich werde das Projekt evtl. auch nicht auf Ravelry hochladen.
Wenn ich den Schal nochmals stricke, Memo an mich selbst: Immer wieder in die Anleitung gucken bzw. sie für mich selbst so umschreiben, dass ich eine bessere Übersicht behalte. Das soll übrigens in keiner Weise als Kritik an der Strickanleitung missverstanden werden. Andere mögen damit sehr gut klarkommen. Ich würde es eher so formulieren, dass die Art der Anleitung und meine Denkstruktur nicht so gut zusammenpassen. Wenn draußen die Herbststürme toben, ist es wohl nicht wirklich ein Frühlingsjäckchen, aber es ist tatsächlich endlich fertig. Proudly presenting: Mein "Shrug", Bolerojäckchen oder wie auch immer. Gewichtsklasse: Fliegengewicht, gerade mal 133 g. Die Form mit dem nur taillenkurzen Rücken und den langen, sehr spitz zulaufenden Enden gefällt mir gut, und sie erlaubt als weitere Tragvariante, die Vorderseiten zu überkreuzen und die Enden im Rücken zu binden statt vorn. Ein Thema für sich waren die Rüschen. Sie sind mit dreifacher Maschenzahl gestrickt, und ich wusste schon bei den Ärmeln, wie sehr ich das Stricken der unteren an der langen Kante hassen würde. Vorher dachte ich, die Rüschen wären bei dieser Art von luftigen, vorn geknoteten Shrugs ein absolutes Muss, aber so richtig gut gefällt mir das inzwischen gar nicht mehr. Irgendwie... ein bisschen drüber. Die nächste vielleicht ohne, mal sehen. Ich hatte überlegt, mich an einer Anleitung zu versuchen, und habe ziemlich viele Notizen gemacht. Jetzt schwirren mir zwar schon die Ideen für eine verbesserte Version 2 im Kopf herum, aber vielleicht schreibe ich die Anleitung für diese trotzdem mal nieder und stricke dann beim nächsten #FJKA mit etwas Variationen nach der, um sie zu testen. Nanu, kein einziger Post den ganzen August hindurch? Untätig war ich nicht, sondern habe fleißig für ein neues Projekt gesponnen und gestrickt. Kennt ihr diese hauchzarten Strickjäckchen, die vorn geknotet werden und oft an Ärmeln und Saum eine Rüsche haben? Sowas in etwa: https://www.amazon.de/SHU-SHI-Strickjacke-durchsichtig-leicht-Einheitsgr%C3%B6%C3%9Fe/dp/B01M3VETP5/ oder https://www.amazon.de/Bolero-Jacke-Strickware-schlicht-Schn%C3%BCren-Braun/dp/B0114P63C8/ (keine Affiliate-Links geschweige denn eine Kaufempfehlung, sondern lediglich zwei mehr oder weniger willkürliche Beispiele) Ich besitze so etwas nicht und würde es mir auch nicht kaufen, bzw. wenn dann nur synthetikfrei, und das ist kaum zu finden. Also warum nicht einfach selbst stricken? Und wenn, dann definitiv als Raglan, nicht mit eingesetzten Ärmeln wie alle zum Verkauf angebotenen, die ich bis jetzt gesehen habe. Meine Suche bei Ravelry nach Anleitungen blieb zunächst erfolglos. Später habe ich doch noch eine gefunden, aber da hatte ich schon losgelegt: https://www.ravelry.com/patterns/library/indifference Mein Plan ist ein wenig anders, was die langen Zipfel zum Verknoten angeht. Ich habe dafür keine Maschen neu aufgenommen, sondern erhöhe die Zunahmen an den seitlichen Rändern im unteren Teil auf 2 Maschen in jeder 2. Reihe. Damit der Rücken nicht zu lang wird, werden später noch verkürzte Reihen zum Einsatz kommen, aber so weit sind wir noch nicht... Viele lieben sie, nicht wenige stellen sie als absolut unverzichtbar dar. Gerade die handgemachten sind mitunter sehr dekorativ, das gebe ich gern zu, aber ich mag Maschenmarkierer überhaupt gar nicht und setze sie nur ganz, ganz selten ein. Meine ganz pragmatische Alternative sind Garnreste, gern in Kontrastfarben und zwar nicht wie häufig empfohlen zerschnitten und zu kleinen Schlaufen geknotet, sondern ganz schlicht an der zu markierenden Stelle zwischen zwei Maschen alle x Reihen oder Runden von der Vorder- auf die Rückseite geführt bzw. umgekehrt. Wie groß x ist, hängt dabei ganz von den Umständen ab. Stricke ich auf dem Nadelspiel in Runden und will den Rundenanfang markieren, benutze ich vier gleichfarbige und eine andersfarbige Nadel (zum Glück gibt das mein Fundus in der Regel her), und immer wenn diese den Rundenanfang überquert, sind 5 Runden gestrickt und der Markierungsfaden wechselt die Seite. Dies hat noch einen äußerst praktischen Nebeneffekt: Ich habe nicht nur einen Maschenmarkierer, sondern zugleich noch einen Rundenzähler. Bei anderen Projekten sind es in je nach Muster mal die Länge des Rapports, oder in glatt rechts in Reihen häufig 4, manchmal auch eine andere gerade Zahl. Hier z.B. habe ich bei einer Raglanjacke die Raglanlinien markiert und zähle zugleich jeweils 6 Reihen ab, um die Zunahmen an den vorderen Kanten in jeder 6. Reihe richtig zu platzieren. Der Wollrest sollte dabei nach Möglichkeit nicht allzu lang sein, um nicht im Weg zu hängen. Alternativ kann man das lange Ende zu einem Knäuelchen wickeln und mit einer Sicherheitsnadel fixieren. Klar kenne ich die, aber bisher nur vom Patentmuster. Beim Stöbern auf Ravelry fand ich zartere Lace-Arbeiten, die ein wenig an Spinnweben erinnern. Die meisten der kostenlosen Anleitungen, in die ich hineingeguckt habe, waren allerdings für die Strickmaschine und mir unverständlich. Also habe ich selbst ein wenig experimentiert: Und im Gegenlicht: Gestrickt habe ich es so:
1. Reihe (Hinreihe): jede 2. Masche mit Umschlag abheben, restliche Maschen links stricken 2. Reihe (Rückreihe): die Maschen mit Umschlag ein weiteres Mal mit Umschlag abheben, restliche Maschen rechts stricken 3. Reihe: die Maschen mit den beiden Umschägen ein drittes Mal mit Umschlag abheben, restliche Maschen links stricken 4. Reihe: die Maschen inkl. der drei Umschlägen rechts stricken, restliche Maschen mit Umschlag abheben 5. Reihe: die Maschen mit Umschlag ein weiteres Mal mit Umschlag abheben, restliche Maschen links stricken 6. Reihe: die Maschen mit den beiden Umschägen ein drittes Mal mit Umschlag abheben, restliche Maschen rechts stricken 7. Reihe: die Maschen inkl. der drei Umschlägen links stricken, restliche Maschen mit Umschlag abheben ... ab dann immer so weiter wie Reihe 2 bis 7. Die Rückseite sieht in diesem Fall sehr unspektakulär aus. Für einen Schal oder ähnliches scheint dieses Muster deshalb weniger geeignet. Meine letzten Experimente zu Dreieckstüchern (der Rundum-Icord und die von der langen Seite her gestrickte Probe) hatten einen Pferdefuß: Ich mag diese "Geodreieck-Form", also rechtwinklige gleichschenklige Dreiecke, eigentlich bei Tüchern gar nicht so gern. Viel schöner zu tragen finde ich schmalere Dreiecksformen, wie z.B. den Shifting-Stripes-Shawl, den ich ja schon ganz oben auf der Liste habe. Ich habe also ein paar Vorübungen dazu gemacht. Zwei Veränderungen standen sehr schnell fest: Ich werde mit Doppelmaschen wenden, und ich werde die randlichen Zunahmen aus dem Querfaden (im Original also die Umschläge) verschränkt abstricken. Beides hilft, Löcher zu vermeiden, und ich habe das so oder so ähnlich auch in anderen Blogs schon gefunden. Als richtig großes Problem erwies sich der Abschluss an den seitlichen Rändern, die beim fertigen Tuch die lange Seite bilden. Die Originalanleitung sieht einen Perlrand vor, wobei auf der Seite mit dem Farbwechsel der passive Faden über zwei Reihen hochgeführt wird. Schöner stelle ich mir einen linken Icord vor, in etwa so wie beim "Geodreiecks-Tuch" auf der Zunahmeseite mit beiden Fäden gestrickt: Hier wäre sogar die zweifache Länge fein, also immer mit beiden Fäden gestrickt, weil der Rand in diesem Fall ja noch länger ist. Für die Seite mit dem Farbwechsel ist das perfekt, aber auf der anderen gibt es nur einen Faden, also ist es dort nicht ohne weitere Verrenkungen umsetzbar. Als Alternative habe ich einen einfachen Icord ausprobiert. Gegenüber dem Perlrand hat der Icord den Vorteil, dass der passive Faden innen unsichtbar mitgeführt werden kann, was sehr charmant ist. Aber der Icord muss extremst locker gestrickt werden, und es ist schwer, das halbwegs gleichmäßig zu bewerkstelligen. Diese Lösung habe ich also wieder verworfen. Nächster Versuch: Die Icords immer doppelt stricken, also in der Rückreihe wie gewohnt abheben, wenden und auf der Vorderseite mit dem aktiven Faden einmal stricken, zurück auf die linke Nadel und mit dem aktiven Faden ein weiteres Mal stricken. Auch hier lässt sich der passive Faden bestens im Icord verstecken, und es ist von der Länge her stimmiger. Leider hat es aber die starke Neigung, direkt neben dem Icord löchrig zu wirken. Nun denn, wenn es wirklich gar nicht anders geht, muss ich eben für die Seite ohne Farbwechsel ein drittes Knäuelchen hinzunehmen, um auf beiden Seiten einen zweifädigen Icord stricken zu können wie oben im Bild. Seufz. Zu diesem Zweck würde ich den Farbwechsel auf die Seite mit den breiteren Streifen verlegen und auf der mit den schmalen einen zusätzlichen Faden in der Farbe ohne Farbverlauf einsetzen. Nachtrag: Alle meine Bemühungen haben nichts genützt, die Icords wollten einfach nicht zufriedenstellend gelingen. Ein mit beiden Fäden gestrickter Perlrand ist einigermaßen ok und wird zumindest auf beiden Seiten annähernd gleich, erfordert aber auch das Hantieren mit drei Knäueln und sieht eher akzeptabel als richtig schön aus. Es scheint an der Zeit, das Projekt auf Eis zu legen. Hier noch mein Probeläppchen, bevor es zum gefühlt hundertsten Mal wieder geribbelt wird. Die lange Kante mit dem doppelfädigen Perlrand ist nicht wirklich gleichmäßig geworden. Sehr schick finde ich aber den Abkett-Icord an den anderen Seiten. Diesmal kein linker, sondern ein kraus rechter. Das hat eine schön plastische Struktur und ist elastischer als ein Icord aus nur rechten oder nur linken Maschen. Gut möglich, dass der in einem zukünftigen Projekt zum Einsatz kommt. |
MeSonst blogge ich manchmal über Essen (mit und ohne Pilze). Aber jetzt kam wieder einmal die Wolle über mich. Archiv
April 2026
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